wollie kaiser & generation y

SONGS VOM FALSCHEN ENDE DER STADTsongs

jeder kulturschaffende sollte sich von zeit zu zeit neu erfinden. dabei ist es durchaus hilfreich, sich ab und zu seiner wurzeln zu besinnen, um sich zu erinnern, welchen lebensträumen man damals nachhing, die im laufe des weiteren lebens nach und nach verblassten oder ganz auf der strecke geblieben sind – sei es durch äußere umstände, sei es durch neue ziele, sei es durch mutlosigkeit oder einem von der gesellschaft aufoktroyiertes ideal von „erwachsen-werden“. das projekt SONGS VOM FALSCHEN ENDE DER STADT ist ein solcher versuch der „neu-erfindung“. initialzündung war die begegnung mit einem schmalen gedichtband eines mir bis dato völlig unbekannten lyrikers aus saarbrücken – dieter a. steinmann -, der mich dazu brachte, eine langgehegte idee endlich in die tat umzusetzen: gedichtvertonungen in form von songs. so entstanden lieder mit texten von
joachim ringelnatz (1883-1934) schriftsteller, lyriker, kabarettist, maler; erich mühsam (1878-1934) anarchist, schriftsteller, lyriker, publizist, antimilitarist. im kz oranienburg ermordet; kurt tucholsky (1890-1935) journalist, schriftsteller, lyriker, satiriker, selbstmord in schweden; françois villon (1431-1463) schriftsteller, satiriker, lyriker, vagabunt, krimineller; wilhelm busch (1832-1908) humoristischer dichter und zeichner, erfinder von „comics“; erich kästner (1899-1974) schriftsteller, publizist, lyriker, drehbuchautor, kabarett-texter; und natürlich diesem besagten zum glück noch unter uns weilenden
dieter a. steinmann
die band-besetzung ist bewusst einfach gewählt, um der eindringlichkeit der texte raum zu geben. dies korrespondiert mit einer gewissen kompositorischen gradlinigkeit in der musikalischen umsetzung.
wollie kaiser – komposition, lead-gesang, gitarre
endi caspar – gitarre, gesang
matze hoffmann – bass, gesang
marius buck – schlagzeug